Übung: Erfolgreiche Rettung im Team

Bei einer Tour in die „Höhle ohne Namen“ in Steinamwasser (Lkr. Amberg) löste sich eine Steinplatte die den Fuß einer Höhlengeherin so unglücklich einklemmte, dass sich diese weder alleine noch mit Hilfe ihrer Freunde befreien konnte. Starke Schmerzen verhießen nichts Gutes.

So stieg einer der Dreiergruppe aus und setzte einen Notruf bei der ILS Amberg ab. Diese konnte umgehend über den diensthabenden Einsatzleiter der Bergwacht die zuständige Bergrettungswache Pottenstein und die Höhlenretter aus Lauf, Bamberg und Bayreuth alarmieren.

Mit dieser Übungsannahme startete am Sonntag, den 22. April die Rettungsübung der nordbayrischen Höhlenrettungswachen der Bergwacht.

In gemeinsamer, mehrstündiger Anstrengung wurden sowohl der unverletzte Begleiter betreut und ans Tageslicht gebracht, als auch die Patienten aus ihrer misslichen Lage befreit, medizinisch versorgt und mittels einer speziellen Höhlenrettungstrage nach draußen gebracht. Dazu mussten sich die Retter in völliger Dunkelheit durch eine unterirdische Schlucht, mehrere Engstellen und über tiefe Spalten bis zum Unfallort vorarbeiten. Diese Strecke galt es dann mit Seilunterstützung mit der Patientin in der Trage Richtung Ausgang zu überwinden. Für die Schlucht wurde sogar eine Seilbahn aufgebaut.

31 Höhlenretter gaben ihr Bestes und konnten so sicher und bei guter Stimmung die gestellte Aufgabe bewältigen.

Die im letzten Jahr beschaffte, umfangreiche technische und medizinische Ausstattung der Höhlenrettungswachen hat ihre Feuertaufe bestanden und trug zum Gelingen der Übung bei.

Die Höhlenrettungswache der Bergwacht Bereitschaft Bayreuth richtete die Übung aus. Sie befindet sich zur Zeit im Aufbau und ist mit den beiden anderen Wachen zusammen für die Rettung aus Höhlen in ganz Nordbayern zuständig.

Autor: Nils Bräunig

Bilder © Nils Bräunig

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